Stautistik

Frage irgendeinen Besucher Usedoms, was ihn besonders genervt hat. Falls dieser nur einmal mit dem PKW unterwegs gewesen ist, so wird seine Antwort sicherlich sein: 'Der tägliche Stau'.
Darüber könne die Bahnreisenden auch nicht lachen, denn ob Autofahrer oder Fußgänger, der tägliche Stau nervte ungemein. Besonders betroffen sind hier die Ostseebäder - der Segen einer schnellen Anbindung an das Festland ist auch gleichzeitig der Fluch dieser Gemeinden, führt doch die Hauptverkehrsader direkt durch alle Ostseebäder hindurch.
Unterschiedliche Sichtweisen auf dieses Dilemma haben EInheimische und Urlauber. Die einen müssen die gesamte Saison mit verstopften STraßen klarkommen, die anderen fühlen sich im Urlaubserlebnis negativ eingeschränkt.
Es ist schon lange überfällig, hier einschneidende Maßnahmen zu ergreifen.
Denkbar wären hier
- Zeitliche oder örtliche Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs (Ruhezeiten, Verkehrsverbotszonen)
- Mautsysteme mit Umlage der Gewinne auf alternative Transportmittel (z.B. UBB)
- auch weiterhin keine Öffnung der Grenzübergänge für Kraftfahrzeuge
- Bonussystem für Bahn- und Busreisende gegenüber Erhöhung der Parkgebühren für PKWs in Ortschaften
- Park- and Ride-Systeme an den Inselzugangsorten
Sollten jedoch weiterhin keine oder nur geringe Maßnahmen gegen den steigenden Straßenverkehr mit all seinen negativen Auswirkungen ergriffen werden, ist eine Schädigung des Rufes der Insel Usedom als attraktives Urlaubsziel unausweichlich.
Die einmalige Natur der Insel als Grundlage des Tourismus als einzige wichtige Einnahmequelle muss, solange es keine alternativen Wirtschaftszweige gibt, vollen Schutz geniesen.






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