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Vermischtes

Kirche verschließt sich der Realität - Sonntagsöffnungszeiten gekippt

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Gestern kippte das Oberverwaltungsgericht in Greifswald die bisher bestehende Regelung von Sonntagsöffnungszeiten im Einzelhandel in 145 Urlaubsorten in Mecklenburg-Vorpommern [Link]. Das Verfahren wurde aufgrund einer Klage der Nordkirchen angestoßen. Kirchenvertreter feiern dies als Sieg für den Sonntagsschutz über dessen religiöse Bedeutung hinaus. [siehe hier und hier]

Wie sinnvoll ist dieser "Sieg". Dazu ein paar statistische Fakten am Beispiel des Landkreises Ostvorpommern. Dieser setzt sich aus dem nordöstlichsten Landesteil der Bundesrepublik inklusive der Insel Usedom zusammen. Hier leben ca. 107000 Menschen [Zahl aus 2008].

Das war der Winter

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Gestern ist der letzte kümmerliche Haufen Schnee weggetaut, welcher mal ein stattliches Iglu war. Der Winter ist vorbei, holt die Sommerreifen raus. Und als kleiner Abschiedsgruß noch ein paar Bilderchen zur Erinnerung an der zweitschrecklichsten Winter nach dem von 1978/79.

Es sollen Bilder für die Erinnerung sein, dass man später mal sagen kann: früher... früher hatten wir wenigstens noch richtige Winter.

Die Ostsee ist heute mit Gletschereis bekleidet

Auch auf die Gefahr hin, dass das hier die Tage ein wenig einseitig wird, möchte ich heute doch noch mal ein paar schöne Bilder vom Strand posten. Es ist einfach phänomenal, dass der Strand jeden Tag anders aussieht. Und heute sah erhalt aus, als ob sich ein Gletscher in die Ostsee ergießt: eine dicke Eisschicht, die Oberfläche rauh, voll von Eisbruch und Schnee... und völlig festgefroren. Gestern noch war es gar nicht möglich, auf dieses Eis zu gehen, da hatte es eher die Konsistenz von frischen Beton... und heute ist es knochenhart. Aber seht selbst:

Strand am 31.01.2010

Strand am 31.01.2010

Die Kraft des Windes

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Welchen Einfluss die Windrichtung und -stärke auf küstennahe Ostsee habe, konnte man heute wieder feststellen. Überraschenderweise ist das Eis auf der Ostsee größtenteils verschwunden. Und ich spreche hier nicht von so dünnem, scholligen und leicht angefrorerem Eis, sondern jenes von zirka 15 Zentimeter Stärke, also durchaus schon begehbar.

Wie kommt das?

Hinterlassenschaften von Daisy

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Das Tief "Daisy" hat gewütet, und nun ist alles wieder normal? Fast! Wie die A20 wohl ausgesehen haben mag (glücklicherweise war ich nicht einer der Steckengebliebenen)? Man kann es nur erahnen...

Dieser Anblick wird uns wohl noch bis zum Frühling erhalten bleiben, denn erstens ist eine Erwärmung bis jetzt nicht in Sicht, zweitens ist der Schnee so verdichtet wie Beton. Und wenn die Märzsonne ihre ersten wärmenden Strahlen sendet, diese Sonnenstrahlen werden sich so manchen Zahn an den Schneebergen ausbeißen...

 

Miss Daisy und ihr Wetter

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Perfekt durch Funk und Fernsehen auf eine mittlere Katastrophe vorbereitet, beschleicht mich so langsam der Unmut darüber, wo denn nun die Schneekatastrophe bleibt. Doch nur ein normaler Winter?

Für Usedom zumindest ist nicht das eingetreten, was herbeigeredet vorhergesagt wurde. Für andere, angrenzende Regionen mag das vielleicht anders aussehen, und dass Menschen die Nacht auf der A20 verbringen mussten, tut mir auch leid... aber es war nichts dabei, was man in früheren Wintern nicht auch schon gesehen hat. Im Unterschied zu früher sind Menschen halt mobiler, haben mehr Vertrauen zu ihren fahrbaren Untersätzen als zum Wetterbericht, aber sonst? Es verwehten genau die Straßen, die früher schon verwehten, sogar an den gleichen Stellen. Nur mit weniger Medienrummel.

(Noch) kein Eis vor Usedom

Ostsee eisfrei im Januar

Obwohl es hier und da in den Nachrichten schon auftaucht, dass die Ostsee wohl langsam zufriert, kann ich für die Usedomer Küste (zumindest für den mittleren Teil) Entwarnung geben. Falls jemand vor hat, baden zu gehen, muss er noch kein Eisloch picken.

Wie lange das noch so bleibt, hängt neben kalten Temperaturen auch von der Windrichtung ab. Und hier soll sich ja zum Wochenende was ändern.

Updade

Doch, jetzt

Insel Usedom - Eiland mit Wasser ringsrum

Ostsee im Herbst

Letztens ist auch ein Leser über eine Google-Suchanfrage auf mein Blog gestossen, in der er das Goorakel befragte:

ist usedom mit dem polnischen festland verbunden[?]

Nunja, eigentlich sollte man dies etwas genervt mit 'Insel, verstehst du? Insel heißt: Wasser ringsrum" abtun. Jedoch könnte es auch - zwar mit geringer Wahrscheinlichkeit - eine Frage nach der verkehrstechnischen Verbundenheit sein.

Diese Frage möchte ich gern beantworten, vielleicht hab ich ja damit geholfen:

NEIN! IST SIE NICHT!

DONG Energy lässt drei von vier Kohlekraftwerksplanungen fallen, Lubmin weiterhin im Gespräch

Coal plant; Photo by DAVIPT
Foto: DAVIPT | flickr.com | Lizenz: CC-BY-SA

DONG Energy, der dänische Energiekonzern mit Ambitionen zur internationalen Erweiterung, gibt drei seiner vier geplanten Kohlekraftwerksprojekte auf, dazu gehören solche in Großbritannien und Deutschland.

Seit einigen Jahren plant die dänische Firma ein Kohlekraftwerk mitten in einer Region, die vorwiegend vom Fremdenverkehr lebt.

Zuvor ist bereits die Planung über den Bau eines etwas weniger umweltschädigenden Gaskraftwerks erfolglos abgebrochen worden.

Piraten auf der Ostsee - alles nur Seemannsgarn?

Watterlogged pirate | Ack Ook on flickr.com | CC-BY-SA

Es wäre ja auch zu schön gewesen, sollte Störtebekers Urururenkel die Piraterie auf der Ostsee wieder zu Leben erweckt haben. Es scheint nicht viel Wahres an der Geschichte zu sein, außer das es den besagten Holzfrachter gibt und das er vor den kapverdischen Inseln aufgebracht wurde.
Alles andere ist eine Legende, anscheinend nur zu dem Zweck erfunden, Waffenlieferungen an den Iran sowie deren Vereitelung zu vertuschen. Etwas Licht in die Geschichte bringt dieser Artikel bei telepolis.

 

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